Was zahlt die Pflegeversicherung?

Die Leistungen der Pflegeversicherung werden in Pflegegeld und Pflegesachleistung unterschieden. Es besteht die Möglichkeit, die Pflege selber zu organisieren, einen Pflegedienst zu beauftragen oder eine Kombination der beiden Möglichkeiten zu wählen. Die Versicherten, die Ihre Pflege privat organisieren, z.B. durch Angehörige, können sich das Pflegegeld auszahlen lassen. Wird der Pflegedienst eingeschaltet, erfolgt eine Umstellung des Pflegegeldes auf Pflegesachleistung oder Kombinationsleistung. Die Kombinationsleistung wird dann gewählt, wenn der Versicherte die Pflegesachleistung nicht ausschöpft. In diesem Fall käme es zur Anteiligen Auszahlung des Pflegegeldes.

Pflegesachleistungen Pflegegeldleistungen
Pflegestufe 0 (mit Demenz) 231 € 123 €
Pflegestufe I 468 € 244 €
Pflegestufe I (mit Demenz*) 689 € 316 €
Pflegestufe II 1.144 € 458 €
Pflegestufe II (mit Demenz*) 1.298 € 545€
Pflegestufe III 1.612 € 728 €
Pflegestufe III (mit Demenz*) 1.612 € 728 €
Härtefall 1.995 €
Härtefall (mit Demenz*) 1.995€

* = Dauerhafte dementielle Einschränkung gemäß §45 a SGB XI Stand 2015

Beratungseinsätze

Die Beratungseinsätze halb- bis vierteljährlich dienen der Sicherung der Qualität in der häuslichen Pflege, insbesondere durch regelmäßige pflegefachliche Hilfestellung des häuslichen Pflegenden. Die Kosten dieser Einsätze übernimmt Ihre Pflegekasse.

Pflegehilfsmittel und wohnumfeldverbessernde Maßnahmen

Verbrauchshilfsmittel bis zu 40 € monatlich. Technische Pflegehilfsmittel, die die Pflege erleichtern – Zuzahlung in Höhe von 10 % maximal 25 Euro je Hilfsmittel.
Zuschüsse zu Verbesserung des individuellen Wohnumeldes bis zu 4.000 €, evtl. Eigenanteil je nach Einkommen.

Pflegekurse

Die allgemeinen Pflegekurse bieten die Möglichkeit Kenntnisse in der Grundpflege theoretisch und praktisch zu erlernen. Auch an Pflege interessierte Menschen können an diesen Kursen teilnehmen.

Pflegeberatung und Individuelle Schulungen

Jeder Pflegebedürftige oder die Angehörigen, Freunde oder Bekannte können sich bei uns beraten lassen oder eine individuelle Schulung zu einem Pflegeproblem bekommen, in vielen Fällen übernimmt Ihre Pflegekasse oder die des Pflegebedürftigen die Kosten für solch eine Schulung.
Unsere Pflegeberater sind :
Frau Gaby Vulic-Leschinky, Frau Jacqueline Jaskolka und Frau Ute Klein-Bölting.
Schulungsthemen sind sehr vielseitig, hier einige Beispiele z.B.:

  • Lagerungstechniken zur Vermeidung oder Verschlechterung von Kontrakturen (Bewegungseinschränkung der Gelenke) oder Dekubitus (Wundliegen)
  • Techniken des Aufrichtens im Bett, oder der Transfer vom Bett in den Roll- bzw. Toilettenstuhl
  • Versorgung einer PEG (Magensonde durch die Bauchdecke)
  • Weitere Themen die Sie interessieren, können Sie mit uns besprechen und wir können helfen die spezielle Pflegetechniken, die Sie im Umgang mit Ihren lieben Pflegebedürftigen Angehörigen, Freund oder Bekannten haben, zu schulen und trainieren.
  • Sie werden lernen sicherer mit der schweren Pflegeaufgabe umzugehen.

Beihilfe oder freie Heilfürsorge

Haben Sie nach beamtenrechtlichen Vorschriften oder Grundsätzen Anspruch auf Beihilfe oder freie Heilfürsorge, wenn Sie krank oder pflegebedürftig sind, und zahlen Sie deshalb den halben Beitragssatz, erhalten Sie die Leistungen der Pflegeversicherung jeweils zur Hälfte. Versicherte erhalten die Leistungen auf Antrag von der Beihilfe- oder Heilfürsorgebehörde.

Quellen - www.dmrz.de - www.tk.de